Donnerstag, 28. November 2013

Palliativmedizin / Palliative Care

Medizinische und pflegerische Maßnahmen, die nur gegen die Symptome einer Krankheit wirken, nicht jedoch die Ursache beseitigen.

Das Behandlungsziel ist verändert: Statt Heilen (kurativ) oder Vorbeugen (prophylaktisch) steht das Lindern der Beschwerden im Vordergrund (palliativ).

Patientenverfügung

In der Patientenverfügung wird schriftlich festgelegt - am besten notariell beurkundet - welche medizinischen Eingriffe bei einer tödlichen Erkrankung oder bei Verlust der eigenen Zurechnungsfähigkeit unterlassen oder ausgeführt werden sollen.

Montag, 18. November 2013

PEG-Sonde

PEG-Sonde ist die Abkürzung für perkutane endoskopische Gastrostomie-Sonde. Bei dieser Form der künstlichen Ernährung wird die Ernährungssonde direkt durch die Haut von außen in den Magen gelegt.

Die Platzierung der Sonde im Magen erfolgt mithilfe eines Endoskops im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs.

Pflegeantrag

Um Leistungen der gesetzlichen Pflegekasse in Anspruch nehmen zu können, muss ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden. Er kann formlos sein. Wichtig für die Leistungszuteilung ist der Eingang des 1. formlosen Antrags.

Freitag, 15. November 2013

Pflegebedürftigkeit

Der Begriff der Pflegebedürftigkeit ist im Sozialgesetzbuch (SBG) definiert. Mit seiner Hilfe wird festgelegt, wer Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung hat.

Pflegebedürftig sind laut Gesetz Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höheren Maße der Hilfe bedürfen.

Sonntag, 10. November 2013

Pflegeberatung

Seit dem 1. Januar 2009 existiert ein gesetzlicher Anspruch auf Pflegeberatung. Diese Beratung erfolgt in der Regel durch Mitarbeiter der Pflegekassen.

Sie beraten über das vorhandene Leistungsangebot und begleiten die Betroffenen persönlich.

Die Pflegekassen informieren darüber, wo man sich beraten lassen kann und welcher Berater zuständig ist.

Pflegegeld

Das Pflegegeld ist eine Geldleistung der Pflegekassen, deren Höhe sich nach der Pflegestufe richtet.

Das Pflegegeld soll dazu verwendet werden, selbst beschaffte Pflegehilfen zu bezahlen und die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung sicherzustellen.

Das Pflegegeld erhält der Pflegebedürftige.

Freitag, 8. November 2013

Pflegeheim

In einer solchen Einrichtung versorgen professionelle Pflegekräfte pflegebedürftige Menschen rund um die Uhr.

Pflegehilfsmittel

Es werden darunter Geräte und Sachmittel verstanden, die zur häuslichen Pflege notwendig sind und sie erleichtern.

Sie sollen dazu beitragen, dem Pflegebedürftigen eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen.

Die Pflegekasse unterscheidet zwischen technischen Pflegehilfsmitteln - wie einem Pflegebett - und Verbrauchsprodukten - wie Betteinlagen oder Handschuhen.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Pflegekasse

Die Pflegekassen sind die Träger der gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie sind in den Krankenkassen eingegliedert.

Jeder Mensch, der in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert ist, ist gleichzeitig pflegeversichert. Er hat daher Anspruch auf die Leistungen der Pflegekassen.

Samstag, 19. Oktober 2013

Pflegeperson

Als Pflegepersonen gelten nach dem XI. Sozialgesetzbuch Personen, die nicht erwerbsmäßig einen Pflegebedürftigen in seiner häuslichen Umgebung pflegen.

Sie können unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen zur sozialen Sicherung (bsp. Rentenversicherung, Unfallversicherung) erhalten.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Pflegesachleistung

Pflegesachleistungen sind die Dienstleistungen (bsp. Grundpflege), die professionelle Pflegedienste oder -einrichtungen erbringen. Es sind keine "Sachen" gemeint.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Pflegestützpunkt

Ein Pflegestützpunkt stellt eine örtliche Anlaufstelle für Pflegebedürftige und deren Angehörige dar.

Ihr Ziel ist es, den organisatorischen Aufwand bei der Beantragung von Leistungen zur Behandlung von Erkrankung und zur Hilfe bei der Pflege zu verringern.

Die Einrichtung dieser Stützpunkte ist im Pflege-Weiterentwicklungsgesetz verankert und ist Ländersache.

Samstag, 12. Oktober 2013

Pflegestufe

Die Pflegebedürftigkeit wird in vier Stufen von 0 bis III eingeteilt. Je höher die Pflegestufe, umso höher ist die Leistung der Pflegekasse, die dem Patienten gewährt wird.

Anhand bestimmter Begutachtungsrichtlinien nimmt der Medizinische Dienst der Pflege- und Krankenkassen die Einteilung in die Pflegebedürftigkeitsstufen vor.

Montag, 7. Oktober 2013

Pflegestufe 0

Der Begriff hat sich für folgende Konstellation eingebürgert. Bei Personen mit Pflegestufe 0 besteht ein erheblicher allgemeiner Betreuungsbedarf, aber der Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung hat noch nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht. Diese Pflegestufe greift meist bei an Demenz erkrankten Menschen in einem frühen Stadium.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Pflegetagebuch

In ein Pflegetagebuch werden die Zeiten, welche zur Pflege der pflegebedürftigen Person benötigt werden, eingetragen; zudem die Häufigkeit, die für die einzelnen Verrichtungen benötigt wird.

Auch der Zeitaufwand für die hauswirtschaftliche Versorgung wird vermerkt.

Hilfestellungen, die nicht häufig stattfinden, wie die Begleitung zu einem Arzt werden aufgelistet, ebenso kleine Hilfestellungen, wie das Geben von Zahnpasta auf die Zahnbürste, das wiederholte Auffordern des Pflegebedürftigen zum Essen und Ähnliches.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Pflegeversicherung (gesetzlich)

Eigenständiger Zweig der Sozialversicherung. Träger sind die Pflegekassen, die bei jeder Krankenkasse eingerichtet sind.

Die Pflegeversicherung dient dazu, das Risiko der Pflegebedürftigkeit (Pflegefall) abzusichern. Sie deckt aber häufig nicht alle Kosten ab.

Daher müssen die Pflegebedürftigen oder deren Angehörige die Zusatzkosten aus eigenen Mitteln finanzieren.

Pflegevertretung

Die Pflegevertretung wird auch als Ersatzpflege, Verhinderungspflege oder Urlaubspflege bezeichnet.

Dieser Fall tritt ein, wenn eine andere Person als die normalerweise tätige Pflegeperson die Pflege übernehmen muss.

Der Pflegebedürftige wird in seinem normalen häuslichen Umfeld von einer anderen Pflegeperson oder Pflegefachkraft versorgt.

Die Pflegevertretung darf nicht mit der Kurzzeitpflege verwechselt werden, bei der der Pflegebedürftige für kurze Zeit in eine stationäre Einrichtung wechselt, um versorgt zu werden.

Donnerstag, 26. September 2013

Pflegezeit

Mit Pflegezeit bezeichnet man die Freistellung von Angestellten von der Arbeit, um einen nahen Angehörigen zu pflegen.

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden mit Pflegezeit meist zwei verschiedene Dinge ausgedrückt: Zum einen ist dies die "kurzzeitige Arbeitsverhinderung" und die eigentliche Pflegezeit.

Im ersten Fall meint man die Arbeitsbefreiung von bis zu 10 Tagen, um in einer akut auftretenden Pflegesituation pflegen zu können bzw. die Pflege zu organisieren.

Mit der eigentlichen Pflegezeit meint man die geplante Befreiung von der Arbeit, die bis zu sechs Monate dauern kann. In der Zeit ist eine Teilzeitarbeit möglich.

Sonntag, 22. September 2013

Physiotherapie

Eine physiotherapeutische Behandlung hat die Herstellung der Bewegungs- und Funktionstüchtigkeit des Körpers zum Ziel. Leistungen sind bsp. Gangtraining, gezieltes Muskelaufbautraining, Prothesentraining, spezielle Mobilisationstechniken nach Gelenkfrakturen usw.

Montag, 16. September 2013

Pneumonie

Mit Pneumonie wird im medizinischen Fachjargon eine chronische und akute Entzündung des Lungengewebes bezeichnet. Eine Lungenentzündung im höheren Alter ist meist durch andere Erkrankungen bedingt und wirkt sich dann lebenslimitierend aus.

Poolen von Leistungen

Man versteht darunter ein Zusammenlegen von Leistungsansprüchen durch mehrere Personen in der Pflege.

Ansprüche mehrerer Leistungsberechtigter auf grundpflegerische Leistungen und hauswirtschaftliche Versorgung werden gebündelt und gemeinsam in Anspruch genommen.

Vorteil kann es sein, dass aus diesem "Pool" dann zusätzliche Betreuungsleistungen bezahlt werden können, wie beispielsweise ein gemeinsames Vorlesen.

Montag, 9. September 2013

Prophylaxe

Das Wort "Prophylaxe" stammt aus dem Griechischen und meint im medizinischen Sinne das Vorbeugen vor Krankheiten und den Erhalt der Gesundheit.

Im Pflegealltag von älteren - oft auch bettlägerigen Menschen - kommen folgenden prophylaktischen Maßnahmen eine wichtige Bedeutung zu: der Dekubitusprophylaxe (Vorbeugung des Druckgeschwürs), der Sturzprophylaxe, der Pneumonieprophylaxe (Vorbeugung vor einer Lungenentzündung) sowie der Thromboseprophylaxe (Vorbeugung eines Blutgerinnsels) und Kontrakturenprophylaxe (Vorbeugung einer Gelenkversteifung).

Statt Prophylaxe ist auch der Begriff "Prävention" gebräuchlich.

Samstag, 7. September 2013

Quartiersbezogene Wohnprojekte

Diese Projekte bauen auf ein starkes soziales Netz und gute Versorgungsstrukturen innerhalb eines Stadtviertels oder einer größeren Wohnsiedlung. Die Wohnungen der älteren Mitbürger werden in ein Versorgungsnetz eingebunden. Älteren Menschen, die sich nicht mehr selbstständig versorgen können, ist es möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben.

Freitag, 6. September 2013

Reanimation

Bei einer Reanimation oder Wiederbelebung werden Maßnahmen durchgeführt, die einen plötzlichen Atem- oder Kreislaufstillstand beenden und damit zur Lebensrettung beitragen.

Rehabilitation (Reha)

Die medizinische Rehabilitation hat das Ziel Körper- und Organfunktionen wieder herzustellen. Man bedient sich dazu physio-, ergo- und psychotherapeutischer Maßnahmen.

Dienstag, 3. September 2013

Seniorenberatungsstelle

Diese Beratungsstellen geben älteren Menschen Rat und Auskunft zu allen relevanten Themen ihrer Altersgruppe. Einige Einrichtungen bieten auch einen mobilen Beratungsservice an.

Montag, 2. September 2013

Seniorenresidenz

Seniorenresidenzen werden auch noch als Altenstift oder Seniorenanlage für Anspruchsvolle bezeichnet. Sie stellen die Luxusvariante einer Altenwohnanlage dar. Man lebt für gewöhnlich in einer eigenen Wohnung mit gehobener Ausstattung und zahlt Unterstützungs- und Pflegeleistungen pauschal mit.

Stationäre Pflege

Die Pflege bzw. medizinische Versorgung erfolgt in einer medizinischen Versorgungseinrichtung, also in einem Krankenhaus oder Pflegeheim. Sie wird als Gegenpol zur ambulanten Pflege verstanden, deren Schwerpunkt im häuslichen Bereich liegt.

Sonntag, 1. September 2013

Tagespflege

In einer Tagespflegeeinrichtung werden pflegebedürftige Menschen tagsüber betreut. Diese Einrichtungen dienen u.a. der Entlastung der pflegenden Angehörigen. Bei der Tagespflege handelt es sich um eine sogenannte teilstationäre Pflege, die kostenmäßig von den Pflegekassen übernommen wird. Die Sätze richten sich nach der Pflegestufe des Pflegebedürftigen.

Thrombus / Thrombose

Mit Thrombus bezeichnet man ein Blutgerinnsel, also eine Ablagerung in einem Blutgefäß. Sie kann eine Vene oder Arterie teilweise oder völlig verschließen. In diesem Fall spricht man von einer Thrombose. Eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme vor einer Thrombose ist Bewegung. Am häufigsten kommen Thrombosen in den Beinen vor.

Donnerstag, 29. August 2013

Totenflecke

Totenflecke werden auch als Leichenflecke oder Livores bezeichnet. Sie treten 20 bis 30 Minuten nach dem biologischen Tod auf. Sie bilden sich in den tiefer liegenden Körperregionen (Hände, Füße, Rücken).

Mittwoch, 28. August 2013

Unsichere Todeszeichen

Zu den sogenannten "Unsicheren Todeszeichen" zählen das Fehlen von Atmung, Herz-Kreislauf-Stillstand, fehlende Reflexe, fehlende Pupillenreaktion, fehlender Carotispuls, Muskelatonie und Blässe und Blaufärbung der Haut. Das Wort "unsicher" bezieht sich darauf, dass auch bei diesen Anzeichen durch Reanimationsmaßnahmen der Betroffene wiederbelebt werden kann.

Montag, 26. August 2013

Validation (wertschätzender Umgang)

Validation stellt eine Kommunikationsmethode dar, bei der sich der Gesunde in die für ihn fiktive Situation des an Demenz Erkrankten gedanklich hineinversetzt.

Dazu ein Beispiel: Der an Demenz erkrankte Herr Sammer möchte unbedingt seine seit 17 Jahren verstorbene Mutter besuchen, weil sie ihn - seiner Meinung nach - zum Mittagessen eingeladen hat.

Würde die Pflegeperson darauf beharren, dass die Mutter des Herrn Sammer schon lange Tod ist, würde Herr Sammer krankheitsbedingt ihr nicht glauben und sogar aggressiv reagieren, da er in einer ganz anderen Wirklichkeit lebt.

Geht die Pflegeperson aber auf die fiktive Situation ein, in der Herr Sammer lebt, so antwortet sie beispielsweise: Ich habe mit Ihrer Mutter gesprochen, ihr geht es heute nicht so gut und sie erlaubt, dass sie auch außerhalb essen.

Sonntag, 25. August 2013

Vorpflegezeit

Der Pflegebedürftige muss bereits eine gewisse Zeit gepflegt worden sein, damit bestimmte Leistungen (bsp. Leistungen bei Pflegevertretung) beansprucht werden können. Die Vorpflegezeit ist die Zeitspanne (Wartezeit) vom Eintritt in die Pflegebedürftigkeit bis zum Leistungsanspruch.

Freitag, 23. August 2013

Vorsorgevollmacht

Diese Vollmacht greift in einer Notfallsituation (bsp. Unfall). Sie ist sofort wirksam und kann sich auf alle Lebensbereiche beziehen, wie bsp. auf das Vermögen, die Gesundheit und den Wohnort. Der Bevollmächtigte wird nicht gerichtlich kontrolliert.

Donnerstag, 22. August 2013

Wiederbelebungszeit

Mit Wiederbelebungszeit meint man das Zeitintervall zwischen dem Herz-Kreislauf-Stillstand und Eintritt irreversibler Organschädigung infolge des Sauerstoffmangels. Von allen Organen weist das Gehirn mit drei bis fünf Minuten die kürzeste Wiederbelebungszeit auf.

Mittwoch, 21. August 2013

Wohnraumanpassung

Mithilfe der Wohnraumanpassung wird eine Wohnung altersgerecht gestaltet. Beispielsweise wird Barrierefreiheit hergestellt. Ziel der Anpassung ist der Erhalt oder die Wiederherstellung einer eigenständigen Lebensführung.

Zeitkorridore

Um den Pflegebedarf einzuschätzen, wurde der Zeitaufwand als eines der wichtigsten Kriterien definiert. Die Zeitkorridore verstehen sich als "Orientierungswerte zur Pflegezeitbemessung", also um den täglichen Zeitaufwand für pflegerische Hilfen festzustellen. Die Zeitkorridore dienen dem Gutachter des MDK als Orientierungshilfe bei der Ermittlung der Pflegestufe. Der Zeitkorridor für eine Ganzkörperwäsche beträgt beispielsweise 20 bis 25 Minuten.