Montag, 8. Dezember 2014

Aktivierende Pflege

Bei dieser Pflege wird der Pflegebedürftige zur selbstständigen Verrichtung seiner Pflege ermuntert.

Die vorhandenen Fähigkeiten sollen durch Unterstützung, teilweise Übernahme, Anleitung und Beaufsichtigung erhalten bzw. gefördert werden.

Altenheim

In Altenheimen können ältere Menschen wohnen und werden dort verpflegt und betreut, wenn sie keinen eigenen Haushalt mehr führen können oder wollen.

Es gibt private, staatliche, gemeinnützige und gewerblich geführte Altenheime. Altenheime unterscheiden sich von Altenpflege- oder Pflegeheimen dadurch, dass die pflegerische Versorgung nicht gewährleistet sein muss .

Altenhilfe

Mit „Altenhilfe“ meint man sämtliche gesetzlichen Maßnahmen und Initiativen, die alte Menschen in Deutschland fördern und unterstützen.

Die Verwaltung der Altenhilfe erfolgt kommunal. Im §75 BSHG (Bundessozialhilfegesetz) ist sie gesetzlich verankert.

Altenpflege

Die Altenpflege umfasst die professionelle Betreuung, Begleitung und Versorgung alter Menschen, welche ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen können.

Ziel ist es, die Eigenständigkeit der pflegebedürftigen Person längstmöglich zu erhalten (siehe auch aktivierende Pflege).

Auf unserem Pflegeportal erhalten Sie weitere Informationen über das Thema.

Altentagesstätte

Diese Einrichtungen dienen vor allem der Förderung des sozialen Miteinanders.

Die Altentagesstätten werden durch freie Wohlfahrtsverbände und Kirchengemeinden finanziert.

Pflegerische Hilfe findet man hier nicht.

Alterskrankheit

Alterskrankheiten oder alterstypische Krankheiten sind Erkrankungen, die überwiegend im Alter auftreten.

 Der Grund dafür ist, dass sie durch biologische Alterungsprozesse gefördert oder begünstigt werden.

Viele Alterskrankheiten bedingen sich gegenseitig und können die Ursache der Multimorbidität (= gleichzeitiges Auftreten mehrerer Krankheiten) sein.

Alzheimerkrankheit

Die Alzheimerkrankheit, die auch als „Alzheimer“ oder Morbus Alzheimer bezeichnet wird, ist die häufigste Form der Demenz.

Die auftretenden Krankheitszeichen werden durch den ständigen und fortlaufenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn (vornehmlich der Hirnrinde) hervorgerufen.

Das Hirn schrumpft. Symptome dieser Krankheit sind Vergesslichkeit, Sprachprobleme, Orientierungsprobleme, Stimmungs- und Verhaltensänderungen sowie Persönlichkeitsveränderungen.

Ambulante Pflege

Eine ambulante Pflege findet in der häuslichen Umgebung des Patienten statt. Für einen gewissen Zeitraum ist sie auch in der ambulanten Abteilung einer Klinik möglich.

Ambulante Pflege schließt allerdings die kontinuierliche Unterbringung in einem Krankenhaus oder Pflegeheim aus.

Ambulanter Pflegedienst

Ambulante Pflegedienste sind selbstständig wirtschaftende Einrichtungen.

Unter der ständigen Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft werden Pflegebedürftige in ihrer Wohnung gepflegt und hauswirtschaftlich versorgt.

In der Regel bieten die Dienste auch die medizinische Behandlungspflege an.

Antidementiva

Mit Antidementiva (bisweilen auch: Antidementativa) werden Medikamente bezeichnet, die bei Demenz eingesetzt werden. Eine Wirkung gegen die demenzielle Erkrankung zeigen verschiedene Wirkstoffgruppen (Memantine, Acetylcholinesterasehemmer).

Die Medikamente dienen dazu, die geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern und helfen so, den Alltag besser zu bewältigen.

Diese Medikamente können zwar die Symptome hinauszögern, jedoch sind sie nicht in der Lage, die demenzielle Erkrankung aufzuhalten oder rückgängig zu machen.

Montag, 3. November 2014

Antidepressiva

Antidepressiva besitzen eine stimmungsaufhellende Wirkung.

Sie werden bei Depressionen sowie Panik- und Angstattacken eingesetzt.

Weitere Gründe, warum sie verordnet werden, sind chronische Schmerzen, Antriebslosigkeit sowie Ess- und Schlafstörungen.

Ausbildungszuschlag

Dieser geringfügige Kostenzuschlag fällt evtl. bei der Unterbringung in einem Pflegeheim an.

Pflegeheime, die selbst ausbilden, erheben ihn. Die Kosten für die Ausbildungsvergütung sollen damit finanziert werden.

Barrierefreiheit

Mit dem Begriff „barrierefrei“ meint man, dass ein Haus oder eine Wohnung für Menschen mit Behinderungen, mobilen Einschränkungen und Rollstuhlfahrer ohne Stufen, Schwellen oder enge Türen zugänglich ist.

Auch technische Einrichtungen oder andere Ausstattungsgegenstände dürfen keine Hindernisse darstellen.

Mittwoch, 10. September 2014

Begutachtungsrichtlinien

Damit die Einstufung in die Pflegestufen deutschlandweit nach gleichen Normen erfolgt, hat der MDS (= Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkasse e.V.) verbindliche Richtlinien zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches entwickelt. Sie bilden die Grundlage für die Einstufung in die Pflegestufen.

Behandlungspflege

Es handelt sich hierbei um die Pflege, die aufgrund ärztlich angeordneter Maßnahmen diagnostischer oder therapeutischer Natur, erbracht wird. Gemeint ist dabei bsp. die Unterstützung bei der Medikamenten- und Wundversorgung, bei Blutzuckerkontrollen oder der Pflege von Kathetern.

Diese Pflege wird in der Regel von der Krankenversicherung gezahlt und nicht von der Pflegeversicherung finanziert.

Mittwoch, 3. September 2014

Betreute Hausgemeinschaft

Diese Wohnform stellt eine Art Weiter- oder Alternativentwicklung zu den herkömmlichen Pflegeheimen dar.

Die Pflegebedürftigen werden in einer Wohngruppe auf der Grundlage einer stationären Betreuung versorgt.

In der Regel sind mehrere Hausgemeinschaften in einem Areal angesiedelt.

Betreutes Wohnen

Beim betreuten Wohnen leben ältere Menschen in einer barrierefreien altersgerechten Wohnung, verbunden mit einem Angebot an Service- und Betreuungsleistungen.

Diese können bedarfsorientiert abgerufen werden. Betreute Wohnungen können Miet- oder Eigentumswohnungen sein, die meist innerhalb einer Wohnanlage liegen.

Betreutes Wohnen zu Hause

Diese Wohnform wird auch als „Betreutes Wohnen im Bestand“ oder „Wohnen Plus“ bezeichnet. Man lebt weiterhin selbstständig in der eigenen Wohnung und wird bei Bedarf an Hilfeleistungen durch einen Anbieter unterstützt.

Montag, 25. August 2014

Betreute Wohngemeinschaften

Diese Wohnform wird auch als „Pflegewohngruppe“, „begleitete Wohngruppe“ oder „Pflegewohnung“ bezeichnet. In der betreuten Wohngemeinschaft lebt eine Gruppe von etwa sechs bis acht älteren Mitgliedern, die hilfe- bzw. pflegebedürftig sind, in einer großen Wohnung oder einem Haus zusammen.

Der Gruppe steht ein Betreuerteam zur Seite, dass stundenweise oder rund um die Uhr da ist. Pflegeleistungen werden von ambulanten Pflegediensten erbracht.

Betreuungsrecht

Hier wird geregelt, wie und in welchem Umfang für eine hilfsbedürftige Person vom Gericht eine Betreuerin oder ein Betreuer bestimmt wird.

Mittwoch, 6. August 2014

Betreuungsverfügung (auch Betreuungsvollmacht)

In einer Betreuungsverfügung wird eine Vertrauensperson bestimmt, die im Falle einer notwendigen Betreuung durch das Vormundschaftsgericht als Betreuer fungieren soll.

Bettlägerigkeit

„Bettlägerigkeit“ ist ein umgangssprachlicher Begriff. Gemeint ist damit die Notwendigkeit, dass jemand das Bett hüten muss.

Die Gründe dafür sind, dass man weder gehen, stehen noch sitzen kann, entweder weil dies eine Krankheit oder Unfall bedingt, oder weil eine allgemeine Schwäche vorliegt.

Durch eine langanhaltende Demobilisierung des Körpers kann es zum Wundliegen, Muskelverkürzungen, Lungenentzündungen oder Kreislaufproblemen kommen.

Freitag, 1. August 2014

Biologischer Tod

Der biologische Tod ist durch das irreversible Erlöschen aller Zell- und Organfunktionen gekennzeichnet.

Äußerlich erkennbar ist er an den sogenannten sicheren Todeszeichen - Totenstarre, Totenflecke und Autolyse.

Chronische Krankheiten

Eine Krankheit, die nicht ausheilt (= besteht länger als vier Wochen) oder deren Krankheitsursache nicht behoben werden kann, gilt als chronisch (= lang andauernd).

Typische Beispiele für chronische Krankheiten sind Alzheimer, Diabetes mellitus und Rheuma.

Freitag, 11. Juli 2014

Computertomographie (CT)

Es handelt sich um ein Diagnoseverfahren, bei dem aus einer Vielzahl von Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln eine rechnerbasierte Auswertung erfolgt.

Das Ergebnis ist eine dreidimensionale Aufnahme, die bei bestimmten Fragestellungen ein gutes Bild über eine vorliegende Erkrankung liefert .

Donnerstag, 10. Juli 2014

Dehydration (Flüssigkeitsmangel)

Eine gesundheitsgefährdende Austrocknung des menschlichen Körpers bezeichnet man als Dehydration. Ursachen sind eine mangelnde Flüssigkeitszufuhr, erhöhte Flüssigkeitsverluste (bsp. durch Durchfälle) oder Stoffwechselstörungen .

Dekubitus

Mit Dekubitus bezeichnet man eine meist chronische Wunde unterschiedlicher Größe, die durch eine langanhaltende Druckeinwirkung entsteht.

Neben Dekubitus sind auch die Bezeichnungen Druckgeschwür, Druckbrand, Wundliegen und Dekubitalulkus gebräuchlich. Betroffen sein können die oberen Hautschichten, das darunter liegende Bindegewebe; sogar bis auf die Knochen kann die recht schmerzhafte Wunde reichen.

Demenz

Das lateinische Wort „dementia“ bedeutet wörtlich übersetzt „ohne Verstand“. Mediziner verstehen darunter gleich mehrere Erkrankungen, die sich in wesentlichen Symptomen entsprechen.

Es handelt sich um Leiden des Gehirns, in deren Verlauf geistige Fähigkeiten, wie Erinnerungsvermögen und räumliche Orientierung, Sprache, Auffassungsgabe oder Urteilsvermögen immer mehr nachlassen.

Auch die Persönlichkeit, die grundlegenden Wesenseigenschaften und das Verhalten ändern sich. Im letzten Stadium der Krankheiten kommt es schließlich zu einem Verlust der Körperfunktionen.

Sonntag, 6. Juli 2014

Depression

Depressionen gehören zu den psychischen Erkrankungen.

Die Symptome sind Antriebsschwäche, Traurigkeit, Verzweiflung. Niedergeschlagenheit, aber auch Vergesslichkeit und mangelnde Konzentrationsfähigkeit.

Die Therapie folgt individuellen Behandlungsmethoden.

Es werden spezielle Medikamente - die sogenannten Antidepressiva – und Psychotherapien eingesetzt.

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Der Diabetes mellitus oder die Zuckerkrankheit beschreibt eine Gruppe von chronischen Stoffwechselkrankheiten, deren Anzeichen ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel ist.

Der Name „Diabetes mellitus“ bedeutet so viel wie „honigsüßer Durchfluss“ und bezieht sich auf die zwei typischen Symptome der Erkrankung:

Der Urin des Betreffenden „fließt reichlich“ und es wird vermehrt Zucker im Urin ausgeschieden.

Ursache für den erhöhten Blutzuckerspiegel ist, dass das Hormon Insulin nicht in ausreichendem Maße von der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, und/oder dass es nicht in die Zellen geschleust wird und damit nicht entsprechend wirkt.

Die Folge ist eine Überzuckerung des Blutes, welche unter anderem mit Insulinspritzen behandelt wird. Hauptrisikofaktoren sind Bewegungsmangel und Übergewicht.

Freitag, 4. Juli 2014

Eingeschränkte Alltagskompetenz

Dieser Begriff beschreibt, dass Betroffene nicht mehr in der Lage sind, alltägliche Verrichtungen (Waschen, Anziehen, Haushalt) selbst zu verstehen und auszuführen.

Wichtig ist dieser Begriff vor allem bei dementen Patienten, die bei einer erheblichen eingeschränkten Alltagskompetenz zusätzliche Leistungen der Pflegekasse bekommen.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Ergotherapie

Die Ergotherapie dient der Wiederherstellung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit im Rahmen der medizinischen Rehabilitation.

Es wird versucht, sensomotorische Fähigkeiten wiederherzustellen. Sensomotorik bezeichnet das Zusammenspiel, die Steuerung und die Kontrolle aller Bewegungsabläufe im menschlichen Körper.

Bei älteren Menschen wird bsp. ein Anzieh- oder Kochtraining angeboten.

Sonntag, 8. Juni 2014

Finalphase

Die letzten Tage und Stunden eines im Sterben liegenden Menschen nennt man Finalphase.

Die Bedürfnisse und Wahrnehmungen des Sterbenden haben jetzt Vorrang vor allen anderen Handlungen - auch vor denen der pflegerischen Versorgung.

Dienstag, 3. Juni 2014

Gedächtnisambulanz

Es handelt sich hierbei um eine spezielle Sprechstunde für Menschen, die denken, dass ihre geistige Leistungsfähigkeit nachlässt.

Gedächtnisambulanzen sind in der Regel Kliniken angegliedert. Es findet eine ausführliche Untersuchung statt und zudem werden Behandlungsvorschläge unterbreitet.

Gemeinschaftliches Wohnen (selbst organisiert)

Bei dieser Wohnform gründen Privatpersonen ein "gemeinschaftliches Wohnprojekt".

Je nach Konzept leben dabei ältere und auch jüngere Menschen zusammen in einer Miet- oder Eigentumswohnung, einem Haus oder einer Wohnanlage.

Wohnen mehrere Generationen zusammen, so spricht man von "Mehrgenerationenwohnen".

Sonntag, 1. Juni 2014

Geriatrie

Im deutschen Sprachgebrauch wird die Geriatrie auch als Alters- oder Altenheilkunde bezeichnet.

Diese medizinische Disziplin beschäftigt sich mit der Vorbeugung, Erkennung und (Nach-)Behandlung von typischen Erkrankungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen alter Menschen.

Geriatrische Tagesklinik

Sie ist eine teilstationäre Versorgungsform (tagsüber in der Klinik, nachts und Wochenende zu Hause), die auf die ganzheitliche Betreuung von älteren Menschen spezialisiert ist.

Die Betreuung umfasst medizinische Behandlung, Rehabilitation, soziale Fürsorge und Pflege.

Grundpflege

Die Grundpflege umfasst pflegerische Hilfen aus dem Bereich der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität.

Die hauswirtschaftliche Versorgung und Hilfen bei der Durchführung ärztlicher Verordnungen (bsp. Versorgung mit Medikamenten) gehören nicht dazu.

Freitag, 2. Mai 2014

Gutachten des MDK (Medizinischer Dienst)

Werden Leistungen aus der Pflegeversicherung beantragt, so gibt die Pflegekasse ein "Gutachten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit gemäß SGB XI" in Auftrag.

Der Mitarbeiter des MDK macht mit dem Antragsteller einen Termin zur Begutachtung aus.

Es ist sinnvoll sich auf den Besuch des MDK-Mitarbeiters vorzubereiten (Pflegetagebuch).

Die Mitarbeiter des MDK sind an die Begutachtungsrichtlinie gebunden.

Das Gutachten des MDK ist die Grundlage für die Entscheidung der Pflegekasse über die Pflegestufe.

Versicherte können bei der Pflegekasse eine Kopie anfordern und gegen die Einstufung auch Widerspruch einlegen.

Hausnotruf

Es handelt sich um ein auf Telefontechnik basierende Sicherheitshilfe, welche es alleinstehenden alten oder behinderten Menschen ermöglicht, in Notfällen Hilfe zu rufen.

Heimgesetz

Im Heimgesetz wird die Rechtsstellung von Heimbewohnern geregelt, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder Erkrankung auf die Heimpflege angewiesen sind.

Vor allem die Selbstständigkeit und die Selbstverantwortung der Heimbewohner soll gestärkt werden.

Hilfsmittel

Hilfsmittel sind sächliche, medizinische Leistungen, die zweckmäßig und wirtschaftlich sein müssen.

Diese Sachen dienen dazu, eine körperliche Behinderung auszugleichen (bsp. Prothesen), sichern den Erfolg einer Krankenbehandlung (bsp. Inhalationsgeräte), oder beugen einer drohenden Behinderung vor (Stützkorsett, Bandagen).

Sie werden nur unter bestimmten Voraussetzungen verordnet. Die Kosten tragen die Krankenkassen.

Donnerstag, 24. April 2014

Hirntod

Intensivmedizinische Maßnahmen tragen dazu bei, dass die Lungen- und Kreislauffunktion noch lange aufrecht erhalten werden kann. Aus diesem Grund wurde der Begriff Hirntod eingeführt.

In diesem Sinne wird das Eintreten des Todes als irreversibler Ausfall aller Gehirnfunktionen definiert.

Kennzeichen sind Koma, Ausfall der Spontanatmung, Lichtstarre beider Pupillen und fehlende Hirnstammreflexe.

Hotelkosten (Unterkunfts- und Verpflegungskosten)

Hotelkosten sind die Kosten, die für die Unterkunft und Verpflegung sowie die hauswirtschaftliche Versorgung - wie das Reinigen der Wohnung und der Wäsche - in einem Pflegeheim berechnet werden.

Es gehören auch die Mietnebenkosten (Heizung, Wasser, Strom) dazu. Die Hotelkosten müssen in der Regel vom Pflegebedürftigen selbst gezahlt werden.

Freitag, 4. April 2014

Immobilität

Im medizinischen Sinne bedeutet Immobilität, dass ein Patient hauptsächlich ans Bett gefesselt ist. Entstehungsursachen dafür sind Bewegungseinschränkungen oder Behinderung. Die Immobilität kann auch weitere Folgekrankheiten - wie ein Druckgeschwür - begünstigen.

Inkontinenz

Unter Inkontinenz versteht man das Unvermögen, Urin oder Stuhl zu halten, beziehungsweise kontrolliert abzugeben. Je nach dem, welche Ausscheidungen nicht gehalten werden können, spricht man von Harn- oder Stuhlinkontinenz.

Dienstag, 1. April 2014

Investitionskosten

Es handelt sich dabei um Kosten, die dem Träger von Pflegeeinrichtungen in Zusammenhang mit der Herstellung, Anschaffung und Instandsetzung von Gebäuden entstehen.

Sie fallen je nach Einrichtung unterschiedlich hoch aus, da sie beispielsweise von der Ausstattung oder dem Alter der Einrichtung abhängig sind.

Die Investitionskosten müssen von dem Pflegebedürftigen selbst getragen werden.

Klinischer Tod

Der klinische Tod ist gekennzeichnet von einem völligen Kreislaufstillstand. Anzeichen sind unter anderem: Fehlen von Atmung, kein Carotispuls (Carotis = Halsschlagader), Blässe.

Entscheidend ist, dass eine Wiederbelebung noch gelingen kann.

Mittwoch, 12. März 2014

Kognitiv

Mit "kognitiv" bezeichnet man alle menschlichen Fähigkeiten, die mit Wahrnehmen, Denken, Lernen und Erinnern zu tun haben. Der Ausdruck "Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten" fällt oft in Zusammenhang mit Demenzerkrankungen.

Kombinierte Pflegeleistung

Das Pflegegeld und die Sachleistungen werden kombiniert. Beispielsweise erbringt ein professioneller Pflegedienst (= Sachleistung) die Hälfte der Pflegeleistungen, die andere Hälfte ein Angehöriger.

Mittwoch, 5. März 2014

Kontrakturen

Von einer Kontraktur spricht man, wenn ein Gelenk versteift ist. Die Ursachen sind Verletzungen oder Verkürzungen der beteiligten Muskeln, Sehnen und Bänder.

Ursächlich sind häufig anhaltende Bewegungseinschränkungen oder Immobilität. Durch spezielle Lagerungen und Bewegungsübungen kann man Kontrakturen vorbeugen.

Kurzzeitpflege

Im Rahmen der Kurzzeitpflege (max. vier Wochen pro Kalenderjahr) wird der Pflegebedürftige vorübergehend in einer stationären Pflegeeinrichtung versorgt.

Ziel dieser Pflege ist es, die Menschen nach einem Klinikaufenthalt auf eine Rückkehr in den eigenen Haushalt vorzubereiten oder pflegende Angehörige zu entlasten.

Samstag, 1. März 2014

Leichenstarre

Die Leichenstarre, die auch als Totenstarre oder Rigor mortis bezeichnet wird, beginnt etwa zwei bis vier Stunden nach dem Tod und ist nach sechs bis acht Stunden vollständig ausgeprägt.

Sie löst sich nach zwei bis drei Tagen von selbst. Sie zählt zu den sicheren Todeszeichen.

Leistungen der Pflegeversicherung

Die Pflegekasse finanziert eine Reihe verschiedenster Leistungen für den Pflegebedürftigen. Mit dem Pflegegeld ist er in der Lage, sich die nötige Hilfe privat zu verschaffen.

Mit den Pflegesachleistungen kann er professionelle Pflegekräfte bezahlen. Beide Leistungen können auch kombiniert werden.

Darüber hinaus unterstützt die Pflegeversicherung noch bei der Kurzzeitpflege, Pflegevertretung, bei Umbauten in der Wohnung, bei Pflegehilfsmitteln usw.

Freitag, 14. Februar 2014

Leistungsmodule / Leistungskomplexe

Man versteht darunter zusammengehörige Pflegebehandlungen, die in der Regel ein ambulanter Pflegedienst erbringt und abrechnet. Beispiel für ein Leistungsmodul ist die "Kleine Morgentoilette".

Sie umfasst Hilfe beim Aufsuchen und Verlassen des Bettes, das An-/und Auskleiden, Hilfe beim Waschen, Mund -und Zahnpflege sowie das Kämmen.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Logopädie

Die Logopädie beschäftigt sich mit der Diagnostik, Therapie, Rehabilitation sowie Beratung bei Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen sowie mit Kau- und Atemstörungen. Probleme dieser Art finden sich häufig nach einem Schlaganfall.

Medizinischer Dienst der Kranken- und Pflegeversicherung (MDK)

Der Medizinische Dienst ist ein sozialmedizinischer Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

Im Auftrag der Pflegekassen stellt er fest, ob die Voraussetzungen für die Pflegebedürftigkeit erfüllt sind, wie hoch der Pflegeaufwand ist und welche Pflegestufe vorliegt.

Bei knappschaftlich Versicherten erstellt dieses Gutachten der Sozialmedizinische Dienst (SMD).

Dienstag, 4. Februar 2014

Memantine

Memantine ist ein medikamentöser Wirkstoff, der vor allem bei Demenzpatienten eingesetzt wird. Sein Einsatz wird in der medizinischen Fachwelt jedoch kontrovers diskutiert.

Multimorbidität

Das gleichzeitige Auftreten mehrerer Krankheiten wird als Multimorbidität bezeichnet. Sie können sich gegenseitig bedingen oder auch völlig unabhängig voneinander in Erscheinung treten.

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit der Multimorbidität.

Samstag, 18. Januar 2014

Nahe Angehörige

Die verschiedenen Nährstoffe dienen der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen und sorgen - im richtigen Maße eingenommen - für die optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Der Bedarf an den Nährstoffen ist eine sehr individuelle Größe und abhängig von folgenden Faktoren: Alter, Geschlecht, Krankheit und Medikamenteneinnahme.

Im Alter müssen daher oft andere Nährstoffe in erhöhtem Maße zugeführt und manche reduziert werden.

Auch die Tendenz, dass im Alter meist mehrere verschiedene Medikamente eingenommen werden, bedingt einen anderen Nährstoffbedarf (siehe dazu auch das Kapitel "Nährstoffbedarf").

Montag, 13. Januar 2014

Neurodegenerative Erkrankung

Neurodegenerative Erkrankungen sind sich langsam entwickelnde Erkrankungen des Nervensystems.. Das Kardinalsymptom ist der fortschreitende Verlust der Nervenzellen.

Dies führt - je nach Lokalisation des Nervenzelluntergangs - zu verschiedenen neurologischen Symptomen.

Zu den neurodegenerativen Erkrankungen zählen beispielsweise die Alzheimerkrankheit, andere Demenzen, Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose.

Neuroleptika

Neuroleptika sind Medikamente, die bei Psychosen (= psychische Störung mit zeitweiligem Verlust des Realitätsbezuges) eingesetzt werden.

Halluzinationen und Wahnvorstellung sowie emotionale Erregbarkeit sind mit ihnen behandelbar. Sie werden im Rahmen von Demenzerkrankungen eingesetzt.

Samstag, 4. Januar 2014

Niedrigschwellige Betreuungsangebote

Hierbei handelt es sich um Angebote, bei denen entsprechend qualifizierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen.

Sie entlasten und beraten pflegende Angehörige. Zu denken ist hier an Betreuungsgruppen für Menschen mit demenziellen Erkrankungen oder Helfer(innen) zur stundenweisen Entlastung von pflegenden Angehörigen im häuslichen Bereich.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Obstipation

Eine akute oder chronische Verstopfung des Darms wird als Obstipation bezeichnet. Auslösende Faktoren können mangelnde Flüssigkeitsaufnahme, Fehlernährung, Stoffwechselstörungen, wenig Bewegung oder krankhafte Veränderungen des Darms sein.

Im Alter ist Obstipation ein häufiges Problem, da das Durstempfinden nachlässt und auch Bewegung nicht in ausreichendem Maße stattfindet. Medikamente - wie Opioide (starke Schmerzmittel) - weisen Obstipation als Nebenwirkung auf.

Opioide

Opioide ist ein Sammelbegriff für Substanzen, die natürlich oder synthetisch erzeugt werden, und in der Medizin vor allem zur Linderung und Unterdrückung starker Schmerzen eingesetzt werden.